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September

Interview mit Mareile Moeller

Am 1. Oktober 2014 startet im ZDF um 19:35 Uhr die zweite Staffel der Vorabendserie „Kripo Holstein“. Zum Hauptcast gehört künftig auch Mareile Moeller, die vielen Zuschauern noch als „Viktoria van Weyden“ aus der Telenovela „Julia – Wege zum Glück“ bzw. der Nachfolgenovela „Wege zum Glück“ bekannt sein dürfte.

In der zweiten Staffel der „Kripo Holstein“ spielen Sie die Kriminalhauptkommissarin Nele Wittkamp. Wie wird „die Neue“ von den Kollegen aufgenommen?

Nele Wittkamp wird anfangs kritisch und distanziert von den Kol­legen beäugt. Besonders Hannes fühlt sich durch seine Degradie­rung benachteiligt und lässt dies seine neue Chefin auch spüren. Was aber bei den Kollegen von Anfang an gut ankommt, ist Neles Klarheit, ihre Zielstrebigkeit, ihre gute Organisations- und Kombi­nationsgabe, ihre Herzlichkeit und ihr trockener Humor.

Das Team der „Kripo Holstein“ besteht aus insgesamt fünf Personen – und Nele ist die Leiterin. Gibt es Startschwierig­keiten oder kommt sie mit allen Kollegen von Anfang an gut zurecht?

Zu Lars Tennhagen hat Nele von Anfang an einen guten Draht, weil sie seine korrekte und konzentrierte Art sehr schätzt. Lars seinerseits findet Nele sympathisch und begegnet ihr ohne Vor­urteile. Bei den anderen Kollegen gestaltet es sich anfangs schwieriger. Sie reagieren ablehnend und sehr distanziert. Catrin ist die erste, die Nele eine Chance gibt und ihre Einladung nach Feierabend auf ein Bier annimmt. Danach entwickelt sich sehr bald ein gutes Verhältnis zwischen den beiden. Hannes geht sei­ner neuen Chefin am Anfang aus dem Weg oder stellt sich quer, wodurch sich Nele aber nicht beirren lässt. Sie sucht immer wie­der den Kontakt und ist sehr bemüht. Schnell merken die beiden, dass sie sich in der Arbeit gut ergänzen. Beide bringen etwas mit, was der andere nicht hat. Nele bringt Organisationsvermögen und ruhiges Reflektieren in die manchmal chaotische Ermittlungs­weise von Hannes – im Gegensatz dazu löst Hannes durch seine Spontanität und Entschlossenheit so manchen Knotenpunkt. Mit Josts ruhiger – und in Neles Augen zu langsamen – Art hat sie anfangs Schwierigkeiten. Die lösen sich aber bald auf, weil sie sein Wissen sehr schätzt und die beiden ihre Heimat Ostholstein verbindet. Jost nennt sie später augenzwinkernd und anerken­nend „Chefin“.

Wie würden Sie Nele Wittkamp beschreiben? Was mögen Sie an ihr, was ist Ihnen eher fremd?

Nele ist eine toughe, energievolle, souveräne Frau, die klar, rati­onal und sehr gut organisiert an ihre Arbeit geht. Sie mag keine Schludrigkeiten. Deshalb kommt es oft zu Reibereien mit Hannes, dessen eher chaotische Art im Gegensatz zu ihrer Organisiertheit steht. Sie ist in Ostholstein aufgewachsen, spricht mit norddeut­scher Färbung, ist sehr bodenständig und hat einen herrlich tro­ckenen Humor. Sie ist der Typ Frau, mit der man Pferde stehlen kann. Gleichzeitig ist sie aber auch sehr feinfühlig, empathisch und tiefgründig. Diese Kombination aus „hart und zart“ mag ich ebenso wie ihren trockenen, norddeutschen Humor. Völlig fremd ist mir eigentlich nichts an ihr, einzig von ihrer guten Organisati­onsgabe könnte ich mir privat ein Scheibchen abschneiden. Da bin ich eher wie Hannes veranlagt.

Die „Kripo Holstein“ wird auf dem platten Land gedreht – an der schönen Ostseeküste. Haben Sie persönlich einen Bezug zu dieser Region? Gefällt es Ihnen dort?

Hier an der Ostsee verbringe ich den seit langem schönsten Sommer. Die Umgebung ist mir sehr vertraut und weckt oft hei­matliche Gefühle, weil ich auch aus Norddeutschland komme und auf dem Land groß geworden bin – in Bützfleth, später dann Wie­penkathen bei Stade. Die Ostholsteinische Schweiz ist eine so zauberhafte Landschaft, dass ich mir gut vorstellen könnte, hier zu leben. Die Nähe zu Lübeck (dort haben sich meine Eltern ken­nengelernt) und Hamburg (dort habe ich ein Jahr gelebt, bevor ich auf die Ernst Busch Schauspielschule nach Berlin ging) gefällt mir, und nicht zuletzt ist Stade nicht weit von hier – dort wohnt meine Mutter noch. Ich mag die norddeutsche Mentalität sehr, und es hat mich riesig gefreut, für die Rolle meinen Heimatdialekt wieder hervorholen zu können.

Was ist Ihnen bei den Dreharbeiten besonders in Erinnerung geblieben, welcher Fall war schwierig, originell, ungewöhn­lich?

Alle unsere Fälle sind schwierig, originell und ungewöhnlich. Das ist ja das Schöne und Interessante. Besonders in Erinnerung bleiben werden mir wohl die Helikopterflüge. Ich bin davor noch nie in einem Hubschrauber geflogen. Es ist sehr beeindruckend, wenn man die herrliche Landschaft von oben sieht und über die Steilküste und die Ostsee fliegt. Leider wird mir immer schlecht, obwohl ich keine Flugangst so wie Nele habe. Aber mein Körper beziehungsweise Magen macht, was er will. Leider! Inzwischen hab ich rausgefunden, dass Mandeln helfen. Nele hingegen muss noch ein Mittelchen gegen ihre Flugangst finden. Auf jeden Fall ist ihr erster Flug mit Hannes sehr speziell. Mehr wird aber noch nicht verraten!

© ZDF Presse

Gepostet von soaplexikon

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