13
Mai

Wege zum Glück – Spuren im Sand: Fehlersuche

Die erste Woche des neuen „Wege zum Glück“ ist vorbei, und die Telenovela ist kein Erfolg. Insgesamt sind die ersten drei Wochen die wichtigsten Wochen für ein tägliches Format, wie die Vergangenheit gezeigt hat.

Nun stellt sich natürlich die Frage, weswegen die hochwertige Produktion, welche das Genre Telenovela in neue Dimensionen lenken soll, so schlecht abschneidet.

1. Enttäuschte Zuschauer
Im Vergleich zu Sendern wie Sat.1 oder ProSieben ist das ZDF eigentlich nicht dafür bekannt, Serien vorab zu beenden. Doch in den letzten anderthalb Jahren hat sich diesbezüglich der Mainzer Sender keine Freunde gemacht. Noch während „Lena – Liebe meines Lebens“ im Nachmittagsprogramm lief, bestellte das ZDF 100 Folgen der Medical Daily „Herzflimmern“ und setzte alles daran, um die neue Serie ins Programm zu nehmen. Die schwächelnde „Lena“ wurde auf den Vormittag verlegt, und die Zuschauer schauten buchstäblich in die Röhre. Der angestammte Telenovela-Sendeplatz wurde schlagartig mit einer Serie bespielt, die zwar hochwertig produziert wurde, allerdings nur schwer zu greifen war, wenn man das Vorgängerformat sehen wollte. Als auch diese Serie nicht die Zuschauerwerte holte, welche das ZDF wollte, wurde die Serie sang- und klanglos ins Nachtprogramm auf 4:45 Uhr verschoben und nur durch einen kleinen Texthinweis am oberen Bildrand erwähnt. Wieder einmal konnten die Fans die Serie nicht zu Ende schauen. Das Ersatzprogramm „Die Rettungsflieger“ sprach eine andere Zielgruppe als Lena, Herzflimmern und WzG an und wurde trotz 110 vorliegenden Folgen nicht zu Ende ausgestrahlt. Dass die ZDF-Zuschauer nun Bedenken haben, ist ein möglicher Grund, weswegen das Zuschauerinteresse von Beginn an gering war.

2. Fehlende Promotion
Bereits Ende 2011 häuften sich die Gerüchte, dass „Wege zum Glück“ zurückkehren würde. Als die Produktion im Januar 2012 offiziell bestätigt wurde, war der Hunger nach Informationen groß, doch die wirklichen Informationen erreichten nur Fans, die im Internet suchten, und die Medienbranche. Die eigentlich wichtige große Masse an Zuschauern bekamen von der neuen Telenovela nur sehr wenig mit, da das ZDF nur spärlich Informationen raus gab. Verständlich, dass das Geheimnis um die Serie gewahrt werden sollte, allerdings fehlte ein Großteil der Promotion.

3. Onlinewelten
Mit der Entscheidung keine Facebook-Seite zur neuen Telenovela zu führen, hat das ZDF Mut bewiesen. Das ZDF möchte die Fans an die eigene Seite und das eigene Forum binden, jedoch zeigt sich anhand anderer Produktionen, wie hilfreich eine Facebook-Seite sein kann. Auch die Umstrukturierung der neuen ZDF-Seite könnte für einige Fans ein Problem darstellen. Eine Woche vor dem Sendestart ging mit „Bärbels Tagebuch“ eine fünfteilige Websoap online, welche die neue Welt einführen sollte. Doch ein Großteil der Fans war enttäuscht darüber. Erst diese Woche ging das ZDF mit Inhalten online; die Wochen vor dem Start gab es kaum Informationen auf der Seite.

4. Der fehlende Magic Moment
Bereits ab der ersten Folge wird durch Rückblenden erzählt, dass zwischen Maja & Robert mehr war als nur Freundschaft. Allerdings liegt der zaghafte kindliche Kuss 18 Jahre zurück, und in der ersten Folge kommt nicht das typische Telenova-Gefühl auf. Das zu erzählende Liebespaar Maja & Robert läuft drei Folgen lang aneinander vorbei, und erst am Ende der dritten Folge gibt es den Magic Moment zwischen ihnen. Die Frage ist, ob das nicht zu spät ist und dadurch nicht zu viele Herzschmerz-Interessierte verloren gegangen sind.
Auch war nach den ersten Folgen oft zu lesen, dass die Zuschauer vor allem mit Greta und Markus mitfieberten, allerdings weniger mit dem eigentlichen Protagonistenpaar.

5. Zuviel Neues
Der Markenname „Wege zum Glück“ hat dazu beigetragen, dass viele Fans die Hoffnung hatten, dass die Telenovela wieder in Falkental spielt, liebgewonnene Charaktere wie „Eva“ oder auch ehemalige Protagonistenpaare wie „Bianca & Oliver“ wieder auftauchen würden. Doch außer „Bärbel“, die nun das Elephant leitet, ist keine altbekannte Rolle zu finden. Der Look, die Erzählform, der Inhalt, kurz, das Gesamtpaket, ist von Grund auf neu. Auch wenn sich das ZDF und GrundyUFA wünschen, dass das alte WzG-Gefühl wieder aufkommen soll, ist dies bisher noch nicht geschehen.
Kritisiert wurde zudem der „gewöhnungsbedürftige“ Look in der digital erweiterten Welt in Nordersund. Ein Look, den die Zuschauer im Nachmittagsprogramm nicht gewohnt sind. Allerdings hat die Anzahl der Szenen ab Folge 2 schon nachgelassen.

Die ersten drei Wochen sind immer durchwachsen und es sollte nicht vergessen werden, dass die Folgen in der ZDF Mediathek kostenlos angeschaut werden können, was bereits nach der ersten Folge viele Interessierte gemacht haben. Auch hat das ZDF inzwischen viele Inhalte wie Videos, Bilder usw. veröffentlicht und ist auf das Feedback der Fans gespannt.

Gepostet von mts

Kommentare zu “Wege zum Glück – Spuren im Sand: Fehlersuche

  1. Ich finde es vom ZdF unmöglich, daß schon zum wiederholten Male
    laufende Serien im Nchmittagsprogramm klammheimlich einfach
    abgesetzt werden oder ins Nachtprogramm verschoben werden.

    Ich werde aalso in Zukunft den ZdF meiden und mir einen
    anderen Sender als Lieblingssende auswählen.

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