19
Juli

Gute Zeiten Schlechte Zeiten: Streetkid Mieze hält Einzug

Eine Außenseiterin, die auf der Straße lebt und gegen den Rest der Welt kämpft. Ein Straßenkind mit Engelsgesicht ohne Glitzer und Bling Bling – das ist Mieke Lutze, genannt Mieze, die ab Folge 5311 am 19. August 2013 in der Erfolgsserie „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ auf RTL zu sehen ist.

Mieze, gespielt von Franziska van der Heide (21), kommt aus einer zerrütteten Familie mit alkoholabhängigen Eltern, wurde vom Jugendamt in eine Pflegefamilie gegeben, landete aber dann im Heim. Hier gab es jemanden, der sich um sie kümmerte, Mieze vor den Schikanen der Älteren beschützte und dem sie vor allen Dingen vertrauen konnte – ihren Retter Vince (Vincent Krüger), den sie innig liebt. Umso größer war die Enttäuschung, als Vince seine „keine Schwester“ im Stich ließ und aus dem Heim ausriss. Kurz nach Vince’s Ausbruch haute auch Mieze aus dem Heim ab und lebte fortan auf der Straße.

Mit ihrem unbändigen Lebenswillen und Tränengas in ihrer Tasche kann Mieze nichts stoppen, denn das Leben auf der Straße ist hart und herzlos – und manchmal muss ein Schlafplatz mit Sex „erkauft“ werden. Eine bürgerliche Existenz scheint für Mieze in weiter Ferne, nur manchmal hat sie den vagen Wunsch nach einer richtigen eigenen Wohnung und vielleicht einem richtigen Job – als Kindergärtnerin. Vielleicht klappt es ja irgendwann… Mietze kann sich jedoch nur schwer konzentrieren und verliert schnell das Ziel aus den Augen. Sie lebt eben im Hier und Jetzt und denkt wenig an die Konsequenzen, die durch ihr Verhalten hervorgerufen werden.

„Mieze hat etwas Verträumtes, auch etwas Sprunghaftes, kommt oft in Schwierigkeiten“, erzählt Franziska van der Heide. Das Straßenmädchen ist nicht auf Krawall gebürstet, wenn es eng wird heißt es eher: Schnell abhauen. Das Zuhause und die Liebe, die Mieze nicht erleben durfte, hat Franziska immer erlebt. Es gibt viele Parallelen zwischen ihrer Rolle und ihrer Person, aber „der größte und wichtigste Unterschied ist der, dass ich in einem sicheren und behüteten Familiengefüge aufgewachsen bin“, berichtet van der Heide. „Mieze ist ein junges, starkes Mädchen, was auf der Straße lebt und nach außen hin sehr rough ist. Ein Kumpeltyp – dennoch ist sie sehr zart und fragil“, beschreibt Franziska ihre Rolle. Was dürfen wir noch von ihr erwarten? Chaos, aber auch Drogensumpf

Zu der Rolle der Mieze ist Franzi über ihre Agentin gekommen, die ihr das Casting verschaffte: „Das erste Mal ein Casting, bei dem ich dachte: ‚Entweder klappt es oder nicht‘, nach dem Anruf, dass ich in der Endausscheidung bin, ging das Kopfkino los: ‚Was wäre wenn, was verändert sich?‘!. Nachdem die Zusage für die Rolle der Mieke Lutze kam, hat Franziska ihre Eltern angerufen und sich natürlich überaus gefreut. Die Reaktionen auf die Rolle waren durchweg positiv: „Vor allem mein Vater meinte, dass Mut belohnt wird, denn wenn man die Augen offen hält, neue Optionen im Leben kommen und das ist eine davon.“

Marie Hölker, Producerin GZSZ: „Als ich Franziska beim Casting gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich sie in der Serie haben will. Sie hatte sich schon viele Gedanken zur Rolle gemacht, hat sehr präzise und vielschichtig gespielt und alle sofort berührt.“

Mit 16 Jahren kam Franzi nach Berlin, um Schauspiel zu studieren. Nachdem sie mit 19 ihren Abschluss machte, arbeitete sie an diversen Abschlussfilmen in Nürnberg und München und hat einige Monate Theater gespielt. Im Winter diesen Jahres hat van der Heide dann selbst ein Projekt mit ihrer besten Freundin gestartet, um etwas Selbstwirksames und Berufsbezogenes zu tun. Sie ist überrascht: „Irgendetwas ergibt sich schon daraus. Dass es jetzt GZSZ ist, hätte ich auch nicht gedacht. Das Leben stellt einen immer wieder auf die Probe und die eigene Ausdauer ist gefragt.“

© RTL Kommunikation

Gepostet von soaplexikon

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