{"id":18498,"date":"2012-11-12T19:00:14","date_gmt":"2012-11-12T18:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/soaplexikon.de\/cms\/?p=18498"},"modified":"2015-02-20T20:11:48","modified_gmt":"2015-02-20T19:11:48","slug":"alles-was-zahlt-volkan-isbert-stellt-sich-vor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/soaplexikon.de\/cms\/alles-was-zahlt-volkan-isbert-stellt-sich-vor\/","title":{"rendered":"Alles was z\u00e4hlt: Volkan Isbert stellt sich vor"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Alles was z\u00e4hlte\" src=\"http:\/\/www.soaplexikon.de\/image\/awz.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/td>\n<td>Zuwachs f\u00fcr Familie \u00d6zt\u00fcrk in &#8222;Alles was z\u00e4hlt&#8220;: Can \u00d6zt\u00fcrk, der Neffe von Marian (Sam Eisenstein), taucht an Silvester in Essen auf und sorgt gleich f\u00fcr Wirbel in Bens (J\u00f6rg Rohde) Club A40 und bei der jungen Zoey (Katharina Woschek). Gespielt wird Can \u00d6zt\u00fcrk ab dem 28. Dezember 2012 von dem Wipperf\u00fcrther Volkan Isbert.<strong><br \/>\n<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der 24-j\u00e4hrige Volkan Isbert wuchs auf in H\u00fcckeswagen und hat nach dem Abitur und einem Studium von 2008 bis 2009 seine Schauspielausbildung an der Film Acting School in K\u00f6ln gemacht. Der Deutsch-T\u00fcrke ist ein echtes Multitalent mit Hang zu Filmen und Lyrik und einer hohen Affinit\u00e4t zur deutschen Sprache. Mit 14 Jahren startete er seine ersten eigenen Filmprojekte, hat eigene Songs geschrieben, einen Kurzroman verfasst, und ein Gedichtband ist in Arbeit. Und das steht im krassen Gegensatz zu seiner Hauptrolle als Can \u00d6zt\u00fcrk, dem klischee-entsprechenden T\u00fcrsteher und Neffen von Marian. Wenn Volkan in Maske und Kost\u00fcm die AWZ-Studios zum Drehen betritt, wird er ein v\u00f6llig neuer Mensch.<\/p>\n<p>Volkan, du bist der erste &#8218;echte&#8216; T\u00fcrke, der bei &#8218;Alles was z\u00e4hlt&#8216; einen T\u00fcrken spielt. Wie schwer hat man es heutzutage als T\u00fcrke in Deutschland?<br \/>\nVolkan Isbert: Grunds\u00e4tzlich muss man die Frage kl\u00e4ren, was ist T\u00fcrkisch und was ist Deutsch? Das T\u00fcrkische und das Deutsche sind ja Sprachbezeichnungen. Da beide Sprachen meine Muttersprachen sind, kann ich beide korrekt sprechen und f\u00fchle mich in beiden Kulturen wohl. Man merkt es halt optisch, weil ich nicht &#8222;klassisch deutsch&#8220; aussehe und mich die Leute aufgrund meines Aussehens nat\u00fcrlich als ausl\u00e4ndisch wahrnehmen. Um auf AWZ zur\u00fcck zu kommen: In der Medienlandschaft sind wir leider noch nicht multikulturell. Auf der einen Seite schon, weil Nicht-T\u00fcrken (wie bei AWZ zum Beispiel) T\u00fcrken spielen, aber T\u00fcrken spielen in der Regel keine Deutschen. Wenn, dann spielen sie andere Ausl\u00e4nder. Mir ist es \u00fcberhaupt nicht wichtig, welche Nationalit\u00e4t ein Mensch hat, woher ein Mensch kommt. Es ist sch\u00f6n, sich \u00fcber kulturelle Dinge und auch Wissen auszutauschen, aber nur aus Interesse und Neugier \u00fcber das Unbekannte. Meine Rolle Can kommt wahrscheinlich ja schon aus einem Stadtteil von Duisburg, wo das unterschieden wird, wo \u00fcberm\u00e4\u00dfig viele t\u00fcrkische Menschen wohnen, die sich dann auch als T\u00fcrken in Deutschland f\u00fchlen und nicht als Deutsch-T\u00fcrken wie ich. Can f\u00fchlt sich also als T\u00fcrke und ist auch einer und m\u00f6chte auch nicht als Deutscher gesehen werden.<\/p>\n<p>Was hast du \u00fcber AWZ gedacht, als du die Anfrage bekommen hast?<br \/>\nIsbert: Ich habe kaum Serien im Fernsehen verfolgt, weil ich aufgrund meiner anderen Projekte einfach keine Zeit hatte. Aber den Titel &#8218;Alles was z\u00e4hlt&#8216; kennt jeder, und jeder redet dar\u00fcber und wei\u00df, wo es l\u00e4uft, so dass es mir schon ein Begriff war. Als ich die Anfrage bekommen habe, habe ich mir weniger Gedanken um die Serie gemacht als um die Rolle. Wenn es eine Rolle gewesen w\u00e4re, die ich selber nicht gemocht h\u00e4tte, h\u00e4tte ich es nicht gemacht. Als ich das Rollenprofil gelesen habe, hatte ich sofort eine Idee, wie ich Can spielen werde. Und ich dachte, damit kann ich das Ziel, die Menschen auf lange Sicht zu unterhalten, auf jeden Fall erf\u00fcllen. Und ich hoffe, das wird auch tats\u00e4chlich so sein und den Zuschauern gef\u00e4llt Can genauso wie mir.<\/p>\n<p>Wenn du und Sam T\u00fcrkisch sprecht, sprecht ihr da wirklich T\u00fcrkisch?<br \/>\nIsbert: Ja. Sam Eisenstein, der meinen Serienonkel Marian spielt, spricht sogar sehr gut T\u00fcrkisch. Wir versuchen aber immer, so viel Deutsch wie m\u00f6glich zu sprechen, weil nur wenige Zuschauer T\u00fcrkisch verstehen. Ich nenne ihn zum Beispiel immer &#8222;Amca&#8220;, das hei\u00dft Onkel\u2026 und nach einem Satz gehen wir \u00fcber ins Deutsche.<\/p>\n<p>Kannst du den Unterschied zwischen dir und Can definieren?<br \/>\nIsbert: In erster Linie haben wir beide eine v\u00f6llig unterschiedliche Weltanschauung. Ich als Volkan finde es wichtig, meinen Horizont st\u00e4ndig zu erweitern, tolerant, frei und liberal in Bezug auf andere Mitmenschen und auch auf sich selbst zu sein. Meine Rolle Can ist sehr festgefahren in seinem Werdegang und kommt aus seinem Milieu nicht raus. Er hat die Schule wahrscheinlich gar nicht zu Ende gemacht, aber da muss man die Autoren fragen. Ich finde, man muss seinen schulischen Werdegang so gestalten, dass man sp\u00e4ter selber entscheiden kann, was man macht. Can hat durch seine mangelnde Ausbildung gar keine andere Wahl, als einfache Hilfsarbeiten oder etwas Illegales zu machen, weil er nirgendwo einen Job bekommen k\u00f6nnte, wo er legal genug verdienen k\u00f6nnte. Dadurch ist er unfreier als ich. Ich als Volkan versuche immer nachhaltig zu denken, mein Leben so zu gestalten, dass ich gl\u00fccklich bin und mich auch wohl f\u00fchle, und Can denkt wohl immer nur f\u00fcr den Moment.<\/p>\n<p>Was war die bisher beste Entscheidung in deinem Leben?<br \/>\nIsbert: Die beste Entscheidung war, dass ich mit 14 selber angefangen habe, Filme zu machen. Das war die gr\u00f6\u00dfte Schule f\u00fcr mich, weil es ein autodidaktischer Prozess war. Da musste ich mir alles selber beibringen, weil ich niemanden hatte, der mir gesagt hat, wie man Filme macht. Ich habe mir andere Filme angeschaut und dann gesehen, in die Richtung muss ich gehen. Am Anfang war das alles auch noch sehr amateurhaft, aber das wurde dann mit der Zeit immer besser, weil ich mir viel Wissen \u00fcber B\u00fccher, das Internet und nat\u00fcrlich durch andere Filme angeeignet habe.<\/p>\n<p>Andere Jugendliche gehen mit 14 zur Schule \u2026?<br \/>\nIsbert: Ich bin ja auch zur Schule gegangen und habe dann fast meine gesamte Freizeit daf\u00fcr geopfert. Wenn meine Mitsch\u00fcler feiern gegangen sind, habe ich zuhause ein Drehbuch geschrieben oder einen Film gedreht oder geschnitten. Meinen ersten 80-min\u00fctigen Film habe ich mit 15 in den Osterferien gedreht. Dazu musste ich alle Beteiligten \u00fcberreden, in ihren Ferien fr\u00fch aufzustehen und mit mir diesen Film zu drehen. Die haben das aus Freundschaft zu mir gemacht und nicht, weil sie Geld daf\u00fcr bekommen haben. Wir haben das als Hobby gemacht und hatten viel Spa\u00df dabei. F\u00fcr mich war einfach klar, ich musste diese Sachen machen, weil mich das gl\u00fccklich macht. Der Moment, als der Film fertig war und wir ihn das erste Mal angeschaut haben, war ein cooles Gef\u00fchl, weil es einen zufrieden macht, wenn man selber etwas gemacht hat. Jeder B\u00e4cker, wenn er etwas Besonderes gebacken und jeder Maurer, der etwas gebaut hat, ist sicher genauso stolz auf sein Werk.<\/p>\n<p>Worum geht es in deinem letzten Film?<br \/>\nIsbert: Der Film hei\u00dft &#8218;Zwischen dem Vorhang&#8216; und ist ein autoreflexiver Film. Es geht um einen deutsch-t\u00fcrkischen Schauspieler, der zwischen gewissen Dingen steht &#8211; auf der einen Seite hat er den Traum, ein bekannter Schauspieler zu werden, auf der anderen Seite hat er eine Freundin, die von ihm verlangt, dass er einen sicheren Weg geht. So steht er zwischen zwei Nationalit\u00e4ten und zwischen einem sicheren, vielleicht ungl\u00fccklichen und einem unsicheren, aber zu einem Gl\u00fcck f\u00fchrenden Leben. Das Autoreflexive, was dabei mit mir zu tun hat, ist, dass ich auch zwei Nationalit\u00e4ten habe und Schauspieler bin \u2026 so ist der Film von mir inspiriert, aber ist keine Autobiographie. Und wer mehr wissen will, muss sich den Film anschauen.<\/p>\n<p>Siehst du dich eher als Schauspieler oder eher hinter der Kamera?<br \/>\nIsbert: Mir macht beides sehr viel Spa\u00df, es h\u00e4ngt aber grunds\u00e4tzlich davon ab, was f\u00fcr ein Projekt es ist. Es macht auch Spa\u00df, beides zu kombinieren. Wenn ich aber als Schauspieler bei einem Projekt mitmache, m\u00f6chte ich mich nicht gleichzeitig inszenieren. Filme hab&#8216; ich immer nur gemacht, weil ich Lust drauf hatte. Da konnte ich mir dann aussuchen, was ich mache.<\/p>\n<p>\u00a9 RTL Kommunikation<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuwachs f\u00fcr Familie \u00d6zt\u00fcrk in &#8222;Alles was z\u00e4hlt&#8220;: Can \u00d6zt\u00fcrk, der Neffe von Marian (Sam Eisenstein), taucht an Silvester in Essen auf und sorgt gleich f\u00fcr Wirbel in Bens (J\u00f6rg Rohde) Club A40 und bei der jungen Zoey (Katharina Woschek). Gespielt wird Can \u00d6zt\u00fcrk ab dem 28. 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