{"id":44023,"date":"2016-10-24T20:27:42","date_gmt":"2016-10-24T18:27:42","guid":{"rendered":"http:\/\/soaplexikon.de\/cms\/?page_id=44023"},"modified":"2016-10-24T21:56:51","modified_gmt":"2016-10-24T19:56:51","slug":"seifenoper","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/soaplexikon.de\/cms\/lexikon\/seifenoper\/","title":{"rendered":"Seifenoper | Soap Opera"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ihren Namen hat die Seifenoper den Sponsoren zu verdanken, welche aus Waschmittelfirmen und Seifenfabrikanten bestanden. Namensgebend war 1933 Procter &amp; Gamble bei \u201eMa Perkins\u201c. Die t\u00e4glichen <a href=\"http:\/\/soaplexikon.de\/cms\/timeline\/ursprung-der-soap-die-radio-soap-irna-phillipps\/\">Radioserien<\/a> sollten Hausfrauen als Konsumentinnen gewinnen, weswegen auch Hausfrauen und M\u00fctter im Zentrum der Geschichten standen. In den Werbebl\u00f6cken wurden vornehmlich Waschmittel und Seifen der jeweiligen Sponsoren vorgestellt. Heute ist der Begriff als ironische Anspielung auf ihren Ursprung anzusehen. Geworben wird inzwischen f\u00fcr fast alles in den Werbefenstern. Der Name und das damit verbundene negative Image sind aber nach wie vor geblieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Soap gibt es nicht die eine Hauptrolle, um die alles herum gebaut wird. Soaps leben von einem Ensemble aus unterschiedlichsten Figuren, die ein Abbild der Gesellschaft darstellen sollen. Zuschauer identifizieren sich meist mit ein-zwei Rollen, die ihrer eigenen Lebenswelt am n\u00e4chsten sind. Verbunden sind die Figuren durch ein Beziehungsgeflecht, das sehr engmaschig gehalten wird. So finden sich Familien, Liebespaare, Freunde und Kollegen in einem Minikosmos wieder. Da in fast alle L\u00e4ndern eine junge Zielgruppe angestrebt wird, ist der Gro\u00dfteil der Rollen zwischen 16 und 30 Jahren alt. Ein typisches Stilmittel sind die vielen Dialoge. Selten reichen nur Blicke oder Detailshots, da Soaps nebenbei laufen und der Zuschauer diese kleinen Bilder \u00fcbersehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erz\u00e4hlt werden die Geschichten in einer sogenannten Zopfdramaturgie aus mindestens zwei Erz\u00e4hlstr\u00e4ngen (auch \u201eB\u00f6gen\u201c oder Storylines genannt). Diese werden abwechselnd erz\u00e4hlt, damit die Folge nicht zu monothematisch wird. Eine Ausnahme bilden Sonderfolgen. Diese Str\u00e4nge werden nach wenigen Folgen geparkt und im Hintergrund weitererz\u00e4hlt, damit eine andere geparkte oder eine neue Geschichte aufgegriffen werden kann. Auf dem H\u00f6hepunkt findet die Folge ihr Ende im sogenannten Cliffhanger. Um zu erfahren, wie es weiter geht, muss die n\u00e4chste Folge angeschaut werden (\u201ePick-Up\u201c oder auch Aufl\u00f6ser genannt). Doch vor dem Aufl\u00f6ser folgen noch ein R\u00fcckblick (Recap) auf die letzte Folge und der <a href=\"http:\/\/soaplexikon.de\/cms\/lexikon\/vorspann\/\">Vorspann<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Soaps leben von einer \u00dcberh\u00f6hung. Je konfliktreicher eine Geschichte ist, umso besser ist sie geeignet. Oftmals wird von Zuschauern bem\u00e4ngelt, dass sich Str\u00e4nge wie Kaugummi ziehen, da sie viel Erz\u00e4hlstoff bieten. Dies geschieht jedoch nur bei beliebten Geschichten. Es kommt nicht selten vor, dass Storylines \u00fcberraschend enden. Zun\u00e4chst wirkt es, als sei die Geschichte geparkt, doch wenn sie nicht mehr aufgegriffen wird, kann man davon ausgehen, dass sie beim Zuschauer nicht ankam und daher vorzeitig beendet wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da selbst Heavy-User heutzutage nicht mehr alle Folgen sehen, werden Flashbacks und Recaps in den Dialogen genutzt, um die Zuschauer auf den aktuellen Stand zu bringen. Au\u00dferdem ist ein auff\u00e4lliges Merkmal, dass bei Dailys die Spieltage \u00fcber teilweise f\u00fcnf Folgen gezogen werden k\u00f6nnen. In der Regel werden in f\u00fcnf Folgen drei Spieltage erz\u00e4hlt. Um Sendezeit zu f\u00fcllen und dem Zuschauer ein ungef\u00e4hres Gef\u00fchl von der erz\u00e4hlten Tageszeit zu geben, werden Establisher, auch E-Shots genannt, eingeschoben. Sie zeigen entweder die erz\u00e4hlte Stadt oder die malerische Gegend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein fest eingerichtetes Studio hat den Vorteil, dass Ausstattung und Licht in ihrer Grundform stehen und nur minimal neu ausgeleuchtet werden muss. Dadurch k\u00f6nnen mehr Szenen an einem Tag gedreht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fcher wurde Soaps nachgesagt, dass sie verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig niedrige Produktionskosten haben. Nach anf\u00e4nglichen Kosten f\u00fcr den Studiobau und Einkauf von Requisiten und Kost\u00fcmen fallen fast nur noch laufende Kosten f\u00fcr Miete, Team und Dreh an. Auf lange Sicht reduzieren sich also die Kosten, mit denen bei einer ersten Staffel mit 200 Folgen zu rechnen sind. Doch aus den einfachen Pappw\u00e4nden, die beim einfachsten Schlie\u00dfen der T\u00fcren wackeln, sind inzwischen feste Kulissen geworden, die teilweise zweist\u00f6ckig bespielt werden. Auch wird heute mehr Wert auf das Setdesign gelegt. R\u00e4ume, die durch sogenannte Sprungw\u00e4nde geschlossen werden k\u00f6nnen, sind keine Seltenheit mehr. Auch wird vermehrt auf <a href=\"http:\/\/soaplexikon.de\/cms\/lexikon\/aussendreh\/\">Au\u00dfendrehs<\/a>, nicht nur in den eigenen Au\u00dfenkulissen, gesetzt. Dadurch steigen Kosten wieder. Die Reality Soaps, oder auch Scripted Realitys, sind in ihrer Produktionsweise um einiges g\u00fcnstiger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angefangen hatten Seifenopern mit einer Folgenl\u00e4nge von 15 Minuten. In den USA laufen heute einst\u00fcndige Folgen. In Deutschland hatte \u201e<a href=\"http:\/\/soaplexikon.de\/cms\/soaps-a-z\/verbotene-liebe\/\">Verbotene Liebe<\/a>\u201c zwischenzeitlich 48-min\u00fctige Folgen pro Tag. Die anderen Daily Soaps haben eine regul\u00e4re Folgenl\u00e4nge von 23 Minuten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihren Namen hat die Seifenoper den Sponsoren zu verdanken, welche aus Waschmittelfirmen und Seifenfabrikanten bestanden. Namensgebend war 1933 Procter &amp; Gamble bei \u201eMa Perkins\u201c. Die t\u00e4glichen Radioserien sollten Hausfrauen als Konsumentinnen gewinnen, weswegen auch Hausfrauen und M\u00fctter im Zentrum der Geschichten standen. 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