19
November

Unter Uns: Fünf Rollen stehen aktuell auf dem Prüfstand – Wie gehen die Schauspieler damit um?

Das gab es noch nie bei „Unter uns“: Insgesamt fünf Rollen stehen auf dem Prüfstand. Ob sie dabei bleiben – noch ist es ungewiss. Die Serie „Unter uns“ geht Mitte Dezember mit dem spektakulärsten Cliffhanger seiner Geschichte in die Produktionspause. Es wird einen Unfall geben, bei dem bis zu vier Rollen sterben könnten. Unabhängig davon wird eine Liebesgeschichte auf eine harte Probe gestellt. Es ist möglich, dass ein Teil dieses Liebespaares in der nächsten Staffel (Dreh ab Anfang März, Ausstrahlung ab Frühjahr 2014) nicht wieder zurückkehren wird. Alle fünf Schauspieler werden schnellstmöglich darüber informiert, ob und wie sie weiter dabei bleiben werden.

Zittern müssen die Fans gleich um fünf ihrer Lieblingsfiguren bei „Unter uns“: Das sind Anne Apitzsch (Rolle Sonja Beckmann), Lars Steinhöfel (Easy Winter), Marylu Poolman (Anna Weigel), Sarah Hannemann (Joe Johlke) und Eric Langner (Paul Beckmann). Welche Verträge werden verlängert, welche nicht? Wer kehrt wieder zurück und wer wird bei dem Unfall den Serientod sterben? Eine Zeit lang wird alles offen sein …

Und das ist der Grund, warum sich in der neuen Staffel bei „Unter uns“ einiges ändern wird: „Unter uns“ erneuert sich schon seit Jahren ständig und immer wieder. Dazu sind die Produktionspausen zwischen den Staffeldrehs (Mitte Dezember bis Mitte Februar und Mitte Juni bis Ende August) ideal. In dieser Zeit werden die Bücher für die neue Staffel geschrieben, die Schauspieler für neue, spannende Rollen gecastet, Dekos renoviert und neu gebaut. So auch diesmal.

Produktionspause bedeutet: „Unter uns“ wird natürlich trotzdem weiter ausgestrahlt, es gibt keine Sendepause, sondern eine kreative Pause, in der nicht gedreht wird. Dadurch, dass „Unter uns“ wöchentlich acht Folgen produziert, ist das technisch möglich. Das „Unter uns“-Kreativteam arbeitet weiter an der Serie, macht sich Gedanken über den Fortgang der Serie, ohne Zeitdruck zu haben. Alle Gewerke können in Ruhe Testdrehs machen, um einen reibungslosen Ablauf bei Produktionsbeginn (im März 2014) zu gewährleisten.

Statements der Schauspieler:

Marylu Poolman (Rolle Anna Weigel):
Für mich wäre es einfacher gewesen, sie hätten gesagt, du bist raus. Aber so kann ich mir meine zweite Chance noch erkämpfen – das hat auch was für sich. Ich hoffe aber, die Entscheidung fällt schnell. Für mich ist der Zustand der Schwebe unerträglich. Ich versuche zwar, das zu verdrängen, aber es übermannt mich doch immer wieder. Für mich ist es zurzeit sogar richtiger Stress, weil ich mich dabei hilflos fühle.

Man fängt Pläne an, wie es weitergehen soll, aber so richtig geht das nicht, weil man gar nicht weiß, wie es weitergehen wird. Drehtechnisch und auch finanziell. Erst im Sommer bin ich in eine größere Wohnung umgezogen und ich habe ja nun auch ein Kind.

Sollte ich wirklich nicht mehr dabei sein, werde ich mir meinen Traum erfüllen, den ich schon lange hege: Einen eigenen coolen Klamottenladen zu haben. Dann würde ich erst einmal alles daran setzen, das zu realisieren, und gleichzeitig als freier Schauspieler neue Rollen zu bekommen. Ich habe ja schon zehn Jahre vor „Unter uns“ gedreht – warum soll das jetzt nicht so weitergehen? Und vielleicht lerne ich auch endlich mal einen Mann kennen 🙂 (lacht) …

Lars Steinhöfel (Rolle Easy Winter):
Bisher wurde ich noch nie gekündigt, aber ich weiß, dass jede Firma sich zu jeder Zeit gegen seine Mitarbeiter entscheiden kann und das auch regelmäßig macht. Und wenn es dann jetzt heißen sollte, dass ich nicht mehr dabei bin, dann muss ich das akzeptieren. Nach dem ersten Schock bin ich aber jetzt sehr gefasst. Alles geschieht ja aus einem bestimmten Grund …

Die Routine eines sicheren Jobs lässt einen manchmal die wichtigen Dinge aus den Augen verlieren. In den letzten neun Jahren hatte ich nicht so viel Privatleben. Meine Familie ist in Berlin, mein Job in Köln, meine Wohnung in Düsseldorf und meine Freunde auf der ganzen Welt. Da war es immer schwer, alles unter einen Hut zu bekommen. Als ich jünger war, dachte ich noch nicht so sehr daran, aber je erwachsener ich wurde, desto mehr gewann meine Familie an Bedeutung. Meinen 12-jährigen Bruder habe ich kaum aufwachsen sehen, und meine Großeltern sehe ich auch nur selten, das werde ich auf jeden Fall ändern – mit, oder ohne „Unter uns“ .

Ansporn für neue Projekte ist auf jeden Fall gegeben, denn ich bin kein Fan vom „Stillstand“!

Anne Apitzsch (Rolle Sonja Beckmann):
Als Schauspieler muss man immer damit rechnen, seine Rolle (auch vorzeitig) zu verlieren. Das kam in der Vergangenheit auch schon bei mir vor. Ich wurde vor Jahren sogar zusammen mit meiner Serie „Freunde – Das Leben beginnt“ abgesetzt. Damals haben wir es direkt am Set, mitten in der Szene erfahren, dass wir heute den letzten Tag drehen. Bei „Unter uns“ bin ich wenigstens Teil eines coolen Cliffhangers ? Falls ich den Serientod sterben muss, fange ich halt wieder ganz neu an und lebe mein neues Leben 2.0.

Mein Leben geht auch ohne „Unter uns“ weiter, ich werde mir erst mal eine neue Wohnung suchen und mich dann nach neuen Rollen umschauen. Vielleicht verschlägt es mich ja auch in eine andere Stadt. Das ist ja das tolle an meinem Beruf! Ich bin zuversichtlich, dass sich mein Leben in eine neue aufregende Richtung entwickeln wird.

Eric Langner (Rolle Paul Beckmann):
Sollte ich unter den Opfern des Unfalls sein, wäre es ein Ausstieg mit „Wums“! Für mich wäre es aber schon traurig, dann würde es heißen „Lebe wohl – Paul Beckmann kommt nie wieder!“ Grundsätzlich finde ich als Eric persönlich tödliche Unfälle ganz schlimm – von heute auf morgen verändert sich alles, insbesondere wenn ein Familienvater wie Paul betroffen wäre. Sollte ich dabei sein, wird großes Leid über die anderen Beckmanns kommen. Insofern bin ich froh, dass „nur“ meine Serienfigur betroffen ist – ich selbst liebe das Leben viel zu sehr, um jetzt schon an Tod zu denken. An einen Serientod ist von meiner Seite zurzeit auch nicht nicht zu denken, da Paul in der nächsten Zeit in einigen neuen Facetten zu sehen sein wird.

Als Schauspieler sollte man jedoch immer auf das vorbereitet sein, was „nach der Rolle“ ist. Sollte meine Rolle nicht fortgesetzt werden, möchte ich in Zukunft wieder näher bei meiner Familie sein und auch in einer Serie weiterarbeiten. Ich würde mich ungerne jetzt schon festlegen, weil ich viele Facetten abdecken kann und erst mal abwarten muss, was die Zukunft mir bringt. Eine mögliche neue Rolle sollte den Anspruch haben, dass besonders Männlichkeit, Action und Krimi im Vordergrund stehen, gerne aber auch Comedy/Sitcom. Schönerweise gibt es immer wieder Anfragen bei meiner Agentur, die ich jedoch wegen meines Engagements bei „Unter uns“ absagen musste, gerade jetzt ist eine aktuelle Anfrage da. So spüre ich, dass mein Typ weiter im Fernsehen gefragt ist. Ich hoffe, dass es in dieser Winterpause zeitlich mit dem Traumschiff klappt. Auch Theater könnte mal wieder sein. Als zweites Standbein hätte ich große Lust auf etwas Eigenes in der Hotellerie/Gastrononie, da meine erste Ausbildung Hotelfachmann war und die Liebe zu Speis und Trank wohl immer bleibt.

Sarah Hannemann (Rolle Joe Johlke):
Mein erster Gedanke war, ‘Was? Nein! Joe muss vielleicht sterben, aber die ist doch gerade so glücklich?!‘ Irgendwie tat es mir in erster Linie für meine Rolle leid. Ich bin ja noch nicht so lange dabei (Anmerkung: Sarah ist erst ab 5. 12. als Joe zu sehen) und habe mich daher noch nicht so eingewöhnt wie andere Kollegen, die schon seit vielen Jahren bei „Unter uns“ sind. Aber ich bin ein positiver Mensch, es geht immer weiter und ich freue mich auf neue Herausforderungen.

© RTL Kommunikation

Gepostet von soaplexikon

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