7
Februar

Interview mit Andreas Hofer

Andreas Hofer wurde am 19. Mai 1962 in Osnabrück geboren. Mit 13 Jahren fasste er den Entschluss, Kinderarzt zu werden. Über Studienzeiten in Medizin, Kunstgeschichte und Filmwissenschaften kam er zur Schauspielerei, die ihn auch nach Berlin führte, wo Andreas Hofer mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt. Die beiden Rollen, die ihm in seiner Schauspielkarriere bisher am meisten bedeuteten, sind Oskar Castellhoff in der Telenovela „Alisa – Folge deinem Herzen“ sowie in der Nachfolgeserie „Hanna – Folge deinem Herzen“, und Markus Lemke in der mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Serie „Türkisch für Anfänger“. Bei „Alles was zählt“ spielt er nun den Choreografen David M. Degen.

Wie definierst du deine Leidenschaft fürs Schauspiel?
Ich liebe komplexe, vielschichtige, überraschende und widersprüchliche Charaktere. Das sind meistens „böse“ Rollen, und auch meine Augen trugen sicher dazu bei, dass ich oft so besetzt wurde. Das ist bei AWZ jetzt erstmals in einer großen Rolle anders, und das hat mich auch am meisten interessiert: Der Choreograf David M. Degen ist ein Charakter, der nicht naturböse ist, der erwachsen ist, in künstlerischen Dimensionen denkt und sich tatsächlich wie ein ganz normaler Mensch verhält. Natürlich hat auch er seine Abgründe, doch er ist ein Guter.

Wie kamst du zur Schauspielerei?
Schon als Kind habe ich auch gebabysittet, hatte umständehalber viel mit Kindern und Ärzten zu tun, und so bin ich dann ins Medizinstudium reingerutscht. Das habe ich dann bis zum Physikum durchgezogen, sozusagen die Antwort auf mein erstes, noch vages großes Interesse am Menschen. Bis sich dieses Interesse etwas verlagerte. Ich wollte mehr über unsere Existenz und das Leben herausfinden, was in den Tiefen des Menschen vor sich geht. Das hat mich zur Schauspielerei geführt. Der Italo-Amerikaner Dominic de Fazio vermittelte mir in Rom, was den Spirit des Schauspiels ausmacht. Die technischen Aspekte kamen dann an der Schauspielschule bei Maria Körber und Joachim Kerzel in Berlin hinzu.

Wie definierst du deine Leidenschaft fürs Tanzen?
Während der Schulzeit habe ich natürlich Tanzkurse gemacht, aber ich war nie aktiver Tänzer. Als ich dann in Berlin studierte, war ich in allen Clubs zu Hause, und auch auf den Dancefloors. Ich war irgendwie immer am Tanz interessiert und habe auf der Bühne mehr Tanzvorstellungen gesehen als Theateraufführungen. Tanzen ist für mich wie Malen im Raum. Wenn die Malerei der künstlerische Ausdruck im Zweidimensionalen ist, geht der Tanz für mich einen Schritt weiter: Was man dabei nur mit Körpern und ohne Worte ausdrücken kann, finde ich sehr faszinierend.

Wirst du bei AWZ auch tanzen?
Dass ich als Choreograf in meiner Rolle nur Anweisungen geben und nicht selbst tanzen muss, ist für mich okay. Und wer weiß, vielleicht habe ich irgendwann einmal ein paar Schritte selbst zu tanzen. Es gibt zum Glück einen tollen Choreografen am Set, der sie mir dann beibringen kann.

© RTL Kommunikation

Gepostet von soaplexikon

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