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Februar

Alles was zählt: So reagierte Carlo Degens Umfeld auf das Coming-Out seiner Rolle

Am 14. März 2014 wird Joscha Degen (Carlo Degen) sich in der Serie „Alles was zählt“ vor versammelter Mannschaft als homosexuell outen, und geht damit auf volles Risiko. Er gefährdet nicht nur seine Karriere als Fußballprofi, sondern wird nach der anschließenden Feier krankenhausreif geschlagen und liegt im Koma. Dass es aber auch durchaus positive und überraschende Reaktionen gibt, zeigen die Episoden nach dem Rollen-Coming Out.

„Über die sozialen Netzwerke habe ich sehr viel und vor allem positive Resonanz bekommen“, sagt Carlo. „Die Menschen vermitteln mir das Gefühl, mit mir und meinem Spiel zufrieden zu sein. Ich glaube, ich kann mit meiner Rolle auch Betroffene beraten, auch wenn ein Coming Out mit Risiken verbunden ist. Nicht jeder wird gleich wie Joscha im Park überfallen. Aber wir wollen zeigen, dass ebendas auch passieren kann. Ich hoffe, dass Menschen durch das, was Joscha durchmacht, zum Nachdenken angeregt werden, sich über ihr eigenes Leben Gedanken zu machen. Viele schreiben, dass sie sich absolut mit meiner Rolle identifizieren können und selber ähnliches erlebt haben. Das ist für mich eine tolle Bestätigung.“

Die Bestätigung ist umso größer, weil Schauspieler Carlo Degen im wahren Leben gar nicht schwul ist, sondern sich für die Vorbereitung auf seine Rolle mit vielen schwulen Männern in seinem Bekanntenkreis unterhalten hat. „Viele Situationen wurden mir in Gesprächen beschrieben, andere kann ich aus persönlichen Erfahrungen spielen, wie ich es bei meinen Freunden erlebt habe.“

Auch seine Eltern, die ebenfalls in der Schauspielbranche arbeiten, haben Carlos Spiel stets kritisch begleitet. „Meine Eltern sind aber eher positiv kritisch mit mir. Sie finden gut, was ich mache, geben mir Tipps. Für mich ist das sehr wichtig. Ich bin ein Arbeitstier und möchte mich weiterentwickeln und dazulernen.“

Passend dazu ist der Löwe nicht nur Carlos Lieblingstier, sondern auch sein Sternzeichen. „Löwen sind sehr ehrgeizig. Das kann ich auch von mir sagen, nur manchmal bin ich etwas zu ungeduldig“, gesteht Carlo, der ein Viertel rumänisches Blut in sich hat. „Mir fällt es sehr schwer, zu warten, und Schauspieler warten ja sehr viel beim Drehen, bis sie dran sind. Das fällt mir manchmal schwer, aber daran arbeite ich.“

© RTL Kommunikation

Gepostet von soaplexikon

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